Rippers - Victorian Blood

Alte Gänge und nackte Körper

Spielabend 2

Zeit: 18. Mai 1889
Ort: Colchester

SCs: Jack, Helena, Mario
Nicht anwesend: Irvine

XP: 2

Zusammenfassung:

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Nach der haarsträubenden Auseinandersetzung mit der Wächterstatue, welche die Ripper gerade noch im Hauseingang zerschmettern konnten, beschließt man, die Durchsuchung von Mr. Masons Haus fortzusetzen. Das Erdgeschoss ist schnell durchsucht und zeigt neben der verwüsteten Bibliothek und der Werkstatt keine Auffälligkeiten. Im Obergeschoß findet Jack allerdings das Arbeitszimmer von Mr. Mason vor. Hier liegen hunderte von Briefen und losen Blättern verbrannt am Boden, auch Sekretär und Arbeitstisch sind zerschmettert worden. Die Wände des Zimmers sind aufwändig plakatiert, zu linker Hand mit Abhandlungen über die menschliche Anatomie und Physiologie und zu rechter Hand über moderne mechanische Wunderwerke der viktorianischen Zeit. Auch hier lässt sich sonst jedoch nichts Interessantes finden.

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Mario studiert derweil das Weinangebot im Keller (nahezu alle Flaschen sind ungenießbar und die Etiketten zu Staub zerfallen) und stößt dabei auf einen Windzug, der von einer dünnen Mauer herrührt. Die Ripper untersuchen die Mauer und finden einen Geheimgang der in einen Tunnel unter der Stadt mündet. In diesem Moment schlägt die Kellertüre zu und der herbeigeeilte Jack kann ein Knistern auf der anderen Seite hören… Feuer! Nachdem mehrere Versuche die Türe mit Gewalt zu öffnen fehlschlagen, betreten die Ripper den Tunnel auf der Flucht vor den Flammen.
Jack eilt voraus und kommt bald an eine Abzweigung, zu rechter Hand ist der Gang verschüttet und fällt leicht ab wohingegen der linke Weg frei ist und ansteigt. Im Schatten seiner Laterne kann der Kutscher eine Gestalt bemerken, die überrascht wirkt und beginnt vor ihm davonzulaufen. Ohne auf seine Gefährten zu warten stürzt er ihr nach und kann den Mann bald einholen und zu Boden ringen. Dort fällt Jack die ärmliche Kleidung des Flüchtigen auf und auf die Frage was er denn hier wolle antwortet der Mann, Jack solle ihn gehen lassen, Adam erwarte ihn. Immer wieder versucht der Gerungene sich gewaltsam zu befreien, so dass der Kutscher ihn schließlich loslässt und der schäbige Mann durch einen nahen Gang verschwinden kann.

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Mittlerweile haben auch Helena und Mario zu Jack aufgeschlossen und die drei Ripper folgen dem Flüchtigen durch die Geheimtüre in einen weiteren langen Gang. Nach einer halben Stunde Wegstrecke kommen die Monsterjäger in einem großen, kreisrunden Raum an. Die 20 Meter hohe Decke bildet ein Kuppeldach, das mit kunstvollen Fresken verziert ist in deren Mitte durch eine Öffnung Sonnenlicht auf einen Altar im Zentrum des Raumes fallen kann. Rings um den Steinblock stehen mehrere Reihen von brennenden Kerzen, im Boden ist ein Pentagramm zu erkennen. Während Helena und Mario umkehren wollen, schreitet Jack schnurstracks auf den Altar zu, woraufhin eine grollende Stimme aus dem Nichts ertönt, die die Ripper vor weiterem Fortschreiten warnt. Ungeachtet dessen schlägt Jack einige Kerzenständer um, woraufhin die grollende Stimme zu einem hellen Kreischen verkommt und sich ein Riss in der Luft über dem Altar bildet. Helena und Mario laufen sofort davon, Jack zieht derweil seine Waffen und tritt dem aus dem Spalt brechenden Wesen furchtlos entgegen. Das scheinbar nur aus Knochen und Klauen bestehende Monster setzt dem Kutscher hart zu und schlägt ihn kurzerhand mit seinen Klauen zu Boden, woraufhin Mario und Helena gänzlich verschwinden, den Weg durch die Geheimtüre nehmend.

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Im ursprünglichen Gang angekommen fliehen die verbleibenen Ripper in die noch unerforschte Richtung und kommen schließlich im Keller eines Badehauses, innerhalb eines stillgelegten Brunnens, an. Dichte Nebelschwaden liegen in der Luft und um unter den anderen Gästen nicht aufzufallen, entkleiden sich die beiden und suchen den Ausgang. Dieser wird jedoch von verschleierten Männern dunkler Hautfarbe bewacht und somit brauchen die Ripper einen Plan. Helena lockt schließlich die Wachen von der Treppe weg, während Mario die Ausrüstung und Kleidung in Handtücher eingepackt die Treppe hinauf trägt, kurz darauf folgt ihm auch die adlige Erfinderin. An den Umkleiden vorbei finden sich die beiden im Keller der St. Luke’s Pharmacy wieder (die Mario schon am Vormittag als Kunde zusammen mit Irvine besuchte) und fliehen unerkannt in die Gassen Colchesters mit dem Ziel dem brennenden Haus von Mr. Mason einen Besuch abzustatten.

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Jack erwacht derweil schwer verletzt, nackt und an einen Stuhl gefesselt an einer langen Tafel sitzen. Mehrere Personen, die Tiermasken tragen sitzen mit ihm am Tisch und speisen von der reichgedeckten Tafel. Sobald die Maskierten sein Erwachen bemerken, beginnt der, am Kopfende des Tisches sitzende „Wolf“ damit, Jack Fragen zu stellen. Der abgebrühte Kutscher lässt sich jedoch trotz seiner aussichtslosen Lage nicht einschüchtern und bleibt stumm. Wolf erklärt Jack, dass er von den Rippern wisse und empfiehlt ihnen sich nicht in Dinge einzumischen, die sie nichts angingen. Schließlich empfiehlt er Jack sich die wahren Verbrecher von Colchester genauer anzusehen, zum Beispiel den reichen Lord Timothy O’Sullivan. Mit diesen ominösen Worten wird Jack ein Chloroform getränktes Tuch vor den Mund gedrückt und der Kutscher wird bewusstlos. Kurz bevor ihm die Sinne schwinden prägt er sich die Masken der am Tisch sitzenden Personen ein: Wolf (ihm gegenüber sitzend), Bär und Adler (links und rechts von Wolf sitzend), Kobra und Tiger (jeweils daneben sitzend). Nach einiger Zeit erwacht Jack auf dem Rücken liegend und unverletzt im Wald nahe Colchester. Seine Kleidung ist geflickt und seine Haut ohne Wunde. Irritiert macht er sich auf den Weg nach Colchester.
Mario und Helena kommen derweil an dem (mittlerweile gelöschten) Haus von Mr. Mason an. Ms Greysoor, die Nachbarin bemerkt die beiden und bezichtigt sie lauthals der Brandstiftung. Trotz der Wiederworte Helenas werden die Ripper von der Polizei abgeführt und Chiefinspektor Parker vorgestellt. Erst dort greifen dann Helenas Überredungskünste und die beiden Verdächtigen kommen mit einem Schrecken davon.

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DraegerMD

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